Ihr erfahrener Partner bei der Realisierung von Schwimmbad- sowie Wellnessbereichen

Als Fliesenleger verstehen wir uns als Dienstleister unserer Kunden. Wir bieten:

fachmännische Beratung bei der Auftragsvergabe

kompetente Bauüberwachung bis zur schlüsselfertigen Übergabe

handwerkliche Perfektion bei gleichzeitiger Kosten- und Terminsicherheit


Unser Ziel ist die bestmögliche Verwirklichung Ihrer Wünsche.

Die Auskleidung von Schwimmbecken mit Fliesen oder Mosaik ist eine Sache für absolute Experten, wie das im Folgenden geschilderte Beispiel zeigt.

Bei einem betonierten und mit Mosaik ausgekleideten privaten Schwimmbad zeigten sich nach einer etwa halbjährigen Betriebszeit unschöne, schwarze Flecken im Bereich des Beckenbodens und der Wände.

Die Badewasserqualität war völlig einwandfrei. Das Wasser kristallklar, der Gehalt an freiem Chlor mit 0,6 mg/l absolut ausreichend, der pH-Wert mit 7,2 in Ordnung und ein Redox-Potenzial von über 750 mV ein Beweis für eine hohe Keimtötungsgeschwindigkeit. Wie konnten unter diesen Voraussetzungen organische Beläge an Beckenwand und Boden entstehen?

Zu hohe Alkalität verursacht Probleme

Die Ursache ist mit größter Wahrscheinlichkeit in einer zu hohen Alkalität im Bereich der dünnen Grenzschicht an Beckenboden und Wänden zu suchen. Das Wasser innerhalb dieser durch Adhäsion anhaftenden, dünnen Grenzschicht nimmt nicht an der Umwälzung teil, weshalb die Desinfektion dieses Bereichs nur durch mittels Strömung herangeführtes freies Chlor erfolgen kann.

Im Regelfall ist diese Voraussetzung gegeben. Durch den besonders hohen Fugenanteil des verwendeten Mosaiks wird jedoch bei zementärer Verfugung - besonders zu Beginn der Betriebszeit - viel Alkalität an das Beckenwasser abgegeben. Verstärkt wird dies noch durch Hohlräume hinter den Fliesen oder dem Mosaik.

Der relativ hohe Sulfatgehalt des Beckenwassers wurde durch die hier größere Menge an verbrauchtem pH-Senker verursacht und unterstreicht dies. Davon ist vorrangig die Grenzschicht betroffen. Bei Entnahme einer Wasserprobe aus dem Becken zeigt sich nämlich meist - so auch im beschriebenen Fall - ein völlig normaler pH-Wert.Zur Ursachenfindung muss deshalb mit Hilfe einer Pipette die Wasserprobe direkt an der Beckenwand entnommen werden. Dann erst zeigt sich der deutlich höhere pH-Wert in diesem Bereich und damit der wahre Sachverhalt.

Es wurde in unserem Fall ferner bekannt, dass ein Mosaik mit rückseitiger Gitternetzverklebung zum Einsatz kam - mit dem Hinweis des beauftragten Handwerkers, dieses Verfahren sei für Schwimmbäder zugelassen. Der Architektenservice der Deutsche Steinzeug Keramik GmbH sagt auf Anfrage dazu: "Pilzbildung in Becken mit Mosaik ist derzeit ein Thema. Der Fachverband kümmert sich darum. Wir haben festgestellt, dass in öffentlichen Bädern dieses Phänomen sehr selten bis überhaupt nicht vorkommt. Im öffentlichen Bereich ist allerdings eine kontinuierliche Umwälzung gewährleistet. Das Mosaik hat vielleicht eine ,Zulassung' für Schwimmbäder, aber sicher nicht für Schwimmbecken.

Wir verwenden in Schwimmbecken nur Mosaik mit vorderseitiger Folienverklebung. Zulassungen in diesem Bereich gibt es nicht. In diversen Merkblättern ist beschrieben, dass das Netzmaterial nicht organisch sein darf. Bei kleinerem Mosaik sollte die Rückseite frei bleiben, da bei rückseitiger Verklebung die vorgegebene Benetzung der Klebefläche von rund 70 Prozent nicht erreicht werden kann. Bei der Verfugung scheiden sich die Geister.

Fazit: Mosaik ohne rückseitige Vernetzung verwenden und nur Verarbeitungsmaterialien mit Zulassung (abP). Umwälzung in Dauerbetrieb. Chlorung nicht vergessen.

Hohlräume sind besonders kritisch

Hohlräume hinter den Fliesen sind die Hauptursache von Reklamationen bei gefliesten Schwimmbecken. Man muss sehr exakt und gekonnt arbeiten, um einen Hohlraumanteil von weniger als 30 Prozent zu erreichen. Erfahrene Fliesenlegermeister arbeiten deshalb im Schwimmbeckenbereich mit dem sogenannten Buttering-Floating-Verfahren. Und das funktioniert so: Der Fliesenleger trägt den Kleber nicht nur auf der Wand, sondern auch auf der Fliese auf. Das ist zwar deutlich zeitaufwändiger und deshalb auch teurer, lohnt sich aber letztlich, denn die größere Benetzung der Klebefläche bewirkt letztendlich eine Reduzierung der Hohlräume.

 Doch was passiert nun, wenn der Fliesenleger schlampt? Über die Fugen dringt Wasser in die Hohlräume ein, kommt dort in Kontakt mit den sehr alkalischen Baustoffen wie Beton, Kleber und zementäres Fugenmaterial. Es entsteht durch die gelösten Stoffe ein Konzentrationsgefälle.Das nun hochalkalische Wasser hinter den Fliesen dringt dadurch - wiederum über die Fugen - ins Becken, erhöht im Grenzbereich den pH-Wert in der Grenzschicht, wodurch in diesem Bereich eine erfolgreiche Desinfektion nicht mehr stattfinden kann.

Bei Problemen genaue Analyse notwendig

Diese Zusammenhänge und die Tatsache, dass der pH-Wert in der Grenzschicht - vor allem in den ersten Betriebsmonaten - abhängig auch von der Qualität der Verfliesung und im besonderen bei zementärer Verfugung deutlich höher ist als der im Beckenwasser gemessene Wert, sind offensichtlich nicht ausreichend bekannt. Nur so ist das Verhalten der für die Verfliesung zuständigen Fachleute in diesem Fallbeispiel zu erklären. Ein dem Autor bekannter, sehr erfahrener Sachverständiger ließ bei Ausblühungen an den Fugen stets in diesem Bereich die Fliesen abschlagen - und fand immer Hohlräume.

Über die Wahl des Fugenmaterials lässt sich streiten. Der Autor vertritt aufgrund seiner langjährigen Erfahrung die Ansicht, dass insbesondere bei Mosaik - infolge des großen Fugenanteils - Epoxifugen die beste Wahl sind. Fachgerecht ausgeführt, sind diese auch für den Bereich von Lebensmitteln geeignet. Bei aufgetretenen Problemen mit Epoxifugen war stets die Ursache in einer fehlerhaften Verarbeitung zu finden.

Tipps des Experten: Was hilft bei Flecken?

Tröstlich für den Bauherrn ist die Erfahrung, dass sich die Probleme aufgrund abnehmender Alkalität durch Kalkablagerungen und Auswaschung an den Kontaktflächen erheblich reduzieren, fast immer sogar nach einiger Zeit ganz verschwinden. Um eine gründliche Reinigung des vollständig entleerten Beckens mit einem sauren Reiniger kommt man allerdings nicht herum. Die befallenen Stellen sollte man außerdem zusätzlich mit einer Chlorlösung oder einem Algizid behandeln. Wichtig: Vor einer Neubefüllung unbedingt das Becken gründlich ausspülen. Denn Reinigungsmittelreste im Beckenwasser stören die Desinfektion nachhaltig. Ebenfalls ein zentraler Aspekt: Auf jeden Fall dauerelastische Fugen erneuern und zur Neuverfugung nur hochwertiges Unterwassersilikon verwenden.